Berlin – 12. Januar 2026 – Als erste Schule in Deutschland hat das Hans-Carossa-Gymnasium in Berlin-Spandau von der Margot Friedländer Stiftung die Namensrechte für die Umbenennung in „Margot-Friedländer-Gymnasium“ erhalten. Die Schulkonferenz des Hans-Carossa-Gymnasium hat daraufhin am vergangenen Freitag einstimmig die Umbenennung beschlossen, der das Bezirksamt Spandau nur noch formal zustimmen muss.
„Margot Friedländer hatte über viele Jahre eine enge Verbindung zum Hans-Carossa-Gymnasium, das sich mit einer Arbeitsgruppe und vielfältigen Aktivitäten für Respekt und Toleranz und gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Ausgrenzung engagiert. Noch zu ihrer Lebzeit kam die ursprüngliche Anfrage der Schule zur Umbenennung. Margot Friedländer hat sich darüber sehr gefreut und war stolz darauf.“, so Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Vorstandsvorsitzender der Margot Friedländer Stiftung.
Schulleiter Henning Rußbült bestätigt: „Margot Friedländer hat seit 2011 regelmäßig mit unseren Schülerinnen und Schülern über den Holocaust und ihre persönliche Lebensgeschichte gesprochen. Ihr Aufruf, menschlich zu handeln und sich anderen gegenüber respektvoll zu verhalten, haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und sind zu einem Leitbild für unsere Schulgemeinschaft geworden.“
Zum Holocaust Gedenktag am 27. Januar 2026 veranstalten das Hans-Carossa-Gymnasium und die Margot Friedländer Stiftung um 17:00 Uhr einen Gedenkabend für die im Mai 2025 verstorbene Holocaust-Überlebende. Neben einem Filmbeitrag über Margot Friedländer, lesen Schülerinnen und Schüler aus ihrer Autobiografie und sprechen mit Leeor Engländer, der seit 2005 eng mit ihr befreundet war, über die Lehren des NS-Unrechts für unsere Gegenwart.
Pressevertreter können sich über presse@margot-friedlaender-stiftung.de bis zum 26. Januar 2026, 12:00 Uhr, für die Veranstaltung akkreditieren.
Die Margot Friedländer Stiftung wurde im Sommer 2023 von der Holocaustüberlebenden Dr. h.c. Margot Friedländer ins Leben gerufen. Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemein- nützige Zwecke. Sie setzt das Lebenswerk ihrer Stifterin fort, die sich für Toleranz und Menschlichkeit sowie für Freiheit und Demokratie engagierte. Schirmherr der Stiftung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Der Vorstand der Stiftung, zu dem Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Prof. Monika Grütters, Dr. Mathias Döpfner, Bundespräsident a.D. Dr. h.c. Joachim Gauck und Dr. Nico Raabe gehören, ist ehrenamtlich tätig und wird von einem 17-köpfigen Kuratorium beraten.