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Erstes Gymnasium in Hessen nach Margot Friedländer benannt – Das Neue Gymnasium Frankfurt trägt zum Schuljahr 2026/2027 den Namen „Margot-Friedländer-Gymnasium“

Berlin, 11. August 2026 Mit Beginn des neuen Schuljahres wird das Neue Gymnasium Frankfurt heute offiziell in „Margot-Friedländer-Gymnasium“ umbenannt. Damit trägt erstmals ein Gymnasium in Hessen den Namen der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer.
Die Schule setzt mit dem neuen Namen ein dauerhaftes Zeichen für Menschlichkeit, Zivilcourage und historische Verantwortung. Zugleich verankert sie Margot Friedländers Vermächtnis und ihre Botschaft „Seid Menschen“ sichtbar im Schulalltag. Die Margot Friedländer Stiftung begrüßt die Entscheidung ausdrücklich und freut sich über die damit verbundene Würdigung ihrer Stifterin.
 
Die offizielle Namensgebung wurde im Rahmen einer Feierstunde begangen, die zugleich den Beginn des neuen Schuljahres und die Einschulung der neuen Schülerinnen und Schüler markiert. Schulleiter Nils Franke begrüßte gemeinsam mit der Leiterin des Staatlichen Schulamts Frankfurt, Evelin Spyra, und Dieter Clemens vom Staatlichen Schulamt den Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein sowie den Vorstandsvorsitzenden der Margot Friedländer Stiftung, Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer. Ein von den Schülerinnen und Schülern gestaltetes Musikprogramm begleitete die Feierlichkeiten.
 

Auch der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein würdigt die Entscheidung: „Mit der Umbenennung beginnt auch für die Schule ein neuer Abschnitt unter einem neuen Namen, der für Menschlichkeit, Mut und Verantwortung steht. Margot Friedländer hat mit ihrem Lebensweg und ihrem Einsatz gegen das Vergessen. Eine Schule, die ihren Namen trägt, erinnert jeden Tag daran, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und sich gegen Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit und Extremismus einzusetzen. Margot Friedländers Vermächtnis wird junge Menschen jeden Tag begleiten.“

 

Die Wahl eines Schulnamens sei weit mehr als ein Verwaltungsakt, betont die Schule. Sie verstehe die Namensgebung als öffentliches Bekenntnis zu gemeinsamen Werten, als Ausdruck historischer Verantwortung und als identitätsstiftendes Zeichen für die gesamte Schulgemeinschaft. Margot Friedländers lebenslanges Eintreten gegen das Vergessen sowie für Toleranz und Demokratie soll künftig noch stärker in den Unterricht und das schulische Miteinander einfließen.

 

Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer ergänzte: „Margot Friedländer hat Generationen von jungen Menschen mit ihrer Botschaft erreicht: Seid Menschen. Diese einfache und zugleich tiefgreifende Aufforderung steht für Empathie, Verantwortung und den respektvollen Umgang miteinander. Wir freuen uns sehr, dass nun erstmals in Hessen ein Gymnasium ihren Namen tragen wird. Margot Friedländer war überzeugt, dass Bildung und Begegnung die stärksten Antworten auf Vorurteile und Hass sind. Ihre Botschaft lebt dort am stärksten weiter, wo junge Menschen lernen, fragen, diskutieren und Verantwortung übernehmen. Deshalb ist diese Namensgebung ein bedeutendes Signal weit über Frankfurt hinaus.“

Die Margot Friedländer Stiftung wurde im Sommer 2023 von der Holocaustüberlebenden Dr. h.c. Margot Friedländer ins Leben gerufen. Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Sie setzt das Lebenswerk ihrer Stifterin fort, die sich für Toleranz und Menschlichkeit sowie für Freiheit und Demokratie engagierte. Schirmherr der Stiftung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

 

Der Vorstand der Stiftung, zu dem Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Prof. Monika Grütters, Dr. Mathias Döpfner, Bundespräsident a.D. Dr. h.c. Joachim Gauck und Dr. Nico Raabe gehören, ist ehrenamtlich tätig und wird von einem 17-köpfigen Kuratorium beraten.

Margot Friedländer Stiftung

Ansprechpartner: Lars Urban

Mobil +49 175 4937092

presse@margot-friedlaender-stiftung.de

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