25. September 2026Jetzt bewerben


„Seid Ihr die Zeitzeugen, die wir nicht mehr sein können."
– Margot Friedländer
Margot Friedländer kann ihre Überlebensgeschichte wie so viele andere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust nicht mehr selbst erzählen. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen.
Wenn du Antisemitismus und Ausgrenzung nicht einfach hinnehmen willst und dich für Demokratie, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen möchtest und andere begeistern kannst, dann bewirb dich für das Margot Friedländer Fellowship 2026.
Werde Teil einer Gemeinschaft junger Menschen, die Margot Friedländers Vermächtnis in die Zukunft trägt.
Das Fellowship auf einen Blick:
- Ort:
- Berlin
- Präsenzwoche:
- 29. November bis 4. Dezember 2026
- Vorbereitung:
- 3 Online-Seminare am 6., 9. und 10. November 2026
- Sprache:
- Deutsch
- Plätze:
- 20 Fellows
- Wer kann sich bewerben?
- Junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren, die bereit sind, regelmäßig an Schulen Workshops und Projekttage durchzuführen.
- Bewerbungsschluss:
- 25. September 2026
Warum dieses Fellowship?
Margot Friedländer hat ihr Leben der Erinnerung, der Menschlichkeit und der Demokratie gewidmet. Ihre Botschaften sind heute aktueller denn je:
„Es gibt kein christliches, kein muslimisches, kein jüdisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut."
„Schaut nicht auf das, was Euch trennt. Schaut auf das, was Euch verbindet. Seid Menschen."
Das Fellowship gibt dir das Wissen, die Werkzeuge und das Selbstvertrauen, diese Botschaften weiterzutragen – in Schulen, in der Jugendarbeit und überall dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Gemeinsam entwickeln wir Antworten auf die Frage: Wie können wir Erinnerung lebendig halten und unsere Demokratie aktiv mitgestalten?
© Ralf Günther
Was erwartet dich?
Während einer intensiven Fellowship-Woche in Berlin und vorbereitenden Online-Seminaren lernst du gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der politisch-historischen Bildung, Erinnerungskultur und Demokratiearbeit.
Du beschäftigst dich unter anderem mit:
- der Geschichte Margot Friedländers und dem Holocaust
- den Ursachen und Folgen von Antisemitismus, Diskriminierung und anderen Formen von Menschenfeindlichkeit
- Demokratiebildung und Zivilcourage
- emotionalem Storytelling und biografischem Arbeiten
- Dialog- und Moderationsfähigkeiten
- Persönlichkeitsentwicklung und sicherem Auftreten
- dem Umgang mit schwierigen Diskussionen und herausfordernden Situationen
Am Ende bist du darauf vorbereitet, selbst Workshops und Projekttage für Schülerinnen und Schüler durchzuführen und junge Menschen für Demokratie und Menschlichkeit zu begeistern.
Wofür wirst du ausgebildet?
Erinnerung lebendig halten
Du erfährst historische Hintergründe zum Holocaust und lernst, Geschichte verständlich, persönlich und bewegend zu erzählen – damit die Erfahrungen Margot Friedländers auch kommende Generationen erreichen.
Haltung zeigen
Du erkennst Mechanismen von Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung und entwickelst Strategien, wie du ihnen im Alltag mutig begegnen kannst.
Menschen verbinden
Du stärkst deine kommunikativen Fähigkeiten und lernst, auch schwierige Gespräche respektvoll und überzeugend zu führen.
Demokratie gestalten
Du entwickelst gemeinsam mit anderen jungen Engagierten Ideen dafür, wie wir unsere freiheitliche Demokratie stärken und Verantwortung übernehmen können.
Wen suchen wir?
Du bist zwischen 18 und 28 Jahren alt und möchtest etwas bewegen? Dann bist du bei uns richtig – unabhängig davon, ob du studierst, in der Jugendarbeit aktiv bist, Workshops gibst oder erste Erfahrungen in der Bildungsarbeit gesammelt hast.
Wir wünschen uns Menschen, die
- die Werte und Ziele Margot Friedländers teilen;
- die ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen sowie ihre ersten Erfahrungen in der politisch-historischen Bildungsarbeit ausbauen wollen;
- Lust haben, junge Menschen zu erreichen und zu inspirieren;
- sehr gut Deutsch verstehen, sprechen und schreiben können;
- nach dem Fellowship regelmäßig Workshops oder Projekttage an Schulen durchführen möchten.
Vorkenntnisse zur NS-Geschichte sind hilfreich, aber wichtiger sind Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Besonders freuen wir uns über Tandembewerbungen von zwei Personen aus derselben Region.
Beim Fellowship in Berlin lernst du, verantwortungsvoll Geschichte weiterzutragen, Empathie und Menschlichkeit zu fordern und zu fördern sowie Haltung gegen Ausgrenzung und Antisemitismus zu zeigen. Am Ende deiner Ausbildung bist du bereit, selbst an Schulen, in Vereinen und Institutionen eigene Workshops zu leiten.
Häufige Fragen:
Was wird nach dem Fellowship von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erwartet?
Wir erwarten von unseren Fellows die Bereitschaft, innerhalb von zwei Jahren nach der Ausbildung regelmäßig Workshops oder Projekttage an Schulen durchzuführen. Selbstverständlich bekommst du hierbei Unterstützung. Die Workshops werden immer von zwei Fellows durchgeführt und erfahrene Trainerinnen und Trainer stehen an deiner Seite.
Welche Kosten entstehen durch die Teilnahme?
Die Teilnahme am Fellowship ist kostenfrei: Die Stiftung übernimmt die Kosten für die Fortbildung, die An- und Abreise mit der Deutschen Bahn (2. Klasse) sowie für Unterkunft und Verpflegung während der Präsenzwoche.
Wie werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Fellowship ausgewählt?
Ein Auswahlgremium mit erfahrenen Expertinnen und Experten sowie jungen Stimmen aus der Bildungs- und Vermittlungsarbeit wählt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Basis der Motivation und Vorerfahrung aus.
Kann ich am Fellowship teilnehmen, wenn ich noch Schüler bin?
Ja, das ist möglich. Einzige Voraussetzungen sind, dass du zum Zeitpunkt der Ausbildung volljährig bist und deine Schule dich für die Fortbildung vom Unterricht freistellt.
Was passiert, wenn ich während der Präsenzwoche krank bin?
Wenn du während der Ausbildung krank wirst und das Programm nicht abschließen kannst, kannst du das verpasste Modul im nächsten Fellow-Lehrgang nachholen.
Für weitere Fragen steht unser Mitarbeiter Lars Krägeling zur Verfügung: kraegeling@margot-friedlaender-stiftung.de
Werde zum Fellow!
Demokratie braucht Menschen, die nicht wegschauen. Erinnerung braucht Menschen, die Geschichten weitererzählen. Und unsere Gesellschaft braucht junge Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Werde Margot Friedländer Fellow 2026 und trage ihre Botschaft in die Zukunft.
Unsere Partner
Das Fellowship 2026 wird gemeinsam mit erfahrenen Partnern aus der Bildungs- und Erinnerungsarbeit umgesetzt:
apropolis e.V.
apropolis vermittelt jungen Menschen den Wert unserer freiheitlichen Demokratie und warum sie uns alle braucht. Der Schutz der Menschenwürde, die damit verbundene Freiheit und Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und das Demokratieprinzip, wie sie im Grundgesetz verankert sind, bilden die verlässlichen Leitplanken. In interaktiven Workshops wird das Bewusstsein für den eigenen Wertekompass gefördert. Es werden demokratische Kompetenzen gestärkt, um Verantwortung im eigenen Wirkungskreis zu übernehmen und sich gesellschaftlich zu engagieren.
Fabian Hanspach, EKJ
Fabian Hanspach ist Religionspädagoge und Diakon in Wurzen (Sachsen) sowie Gründer und Leiter der dortigen Evangelischen Kinder- und Jugendarbeit (EKJ). Die EKJ Wurzen wurde 2025 für ihr langjähriges Engagement zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in ihrer Region mit dem Margot Friedländer Hauptpreis ausgezeichnet.
Kreisau Initiative e.V.
Die Kreisau-Initiative schafft Lern- und Begegnungsräume, damit insbesondere junge Menschen ein demokratisches, solidarisches und zukunftsfähiges Miteinander in Europa gestalten können. Ein Schwerpunkt der Bildungsarbeit sind internationale und inklusive Jugendbegegnungen, in denen junge Menschen auf dem Weg zu Selbstbestimmung und Engagement ermutigt und ihnen Möglichkeiten zur Partizipation aufgezeigt werden sollen. Ferner bietet der Verein Fortbildungen, Tagungen und Seminare für Multiplikatoren und Fachkräfte der Jugendarbeit an.
ZWEITZEUGEN e.V.
Die persönlichen Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden weiterzutragen und Geschichte nachfühlbarer und begreifbarer zu machen – das ist das Ziel von ZWEITZEUGEN e.V. Der Verein ermutigt und befähigt vor allem junge Menschen, sich selbst als Zweitzeugin bzw. Zweitzeuge aktiv gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Heute einzusetzen.
Unsere Förderer
