Prof. Guy Katz, das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ Paderborn und die AG Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen ausgezeichnet
Berlin, 13. Oktober 2026 – Die Margot Friedländer Stiftung hat am gestrigen Abend den Margot Friedländer Preis 2026 im Allianz Forum am Brandenburger Tor verliehen. Mehr als 300 Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft kamen zusammen, um Menschen und Initiativen zu würdigen, die sich für Menschlichkeit, Toleranz, Demokratie und die Aufklärung über den Holocaust und Antisemitismus einsetzen. Die Preisverleihung wurde von Allianz, EY und der Berliner Sparkasse unterstützt. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Preis wurde in drei Kategorien vergeben.
Mit dem Margot Friedländer Persönlichkeitspreis 2026 wurde Prof. Dr. Guy Katz aus München ausgezeichnet. Den Margot Friedländer Projektpreis 2026 erhielt das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Paderborn. Der Margot Friedländer Schulpreis 2026 ging an die AG Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Elke Büdenbender hatte die Preisträger aus insgesamt 310 Einreichungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Die Auszeichnungen würdigen unterschiedliche Wege, Verantwortung zu übernehmen, demokratische Werte zu stärken und Erinnerung in gesellschaftliches Handeln zu übersetzen.
Persönlichkeitspreis: Prof. Dr. Guy Katz
Prof. Dr. Guy Katz, Professor für International Management an der Hochschule München, engagiert sich mit Bildungsprojekten, öffentlichen Aktionen und gesellschaftlichen Bündnissen gegen Antisemitismus. Zu den von ihm initiierten Aktivitäten zählen unter anderem „München gegen Antisemitismus“, „DACH gegen Hass“ und „Antisemitismus? Ohne mich!“. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 organisierte er mehr als 100 Aktionen und Schweigemärsche.
Prof. Dr. Guy Katz, Professor für International Management an der Hochschule München, engagiert sich mit Bildungsprojekten, öffentlichen Aktionen und gesellschaftlichen Bündnissen gegen Antisemitismus. Zu den von ihm initiierten Aktivitäten zählen unter anderem „München gegen Antisemitismus“, „DACH gegen Hass“ und „Antisemitismus? Ohne mich!“. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 organisierte er mehr als 100 Aktionen und Schweigemärsche.
Elke Büdenbender, Juryvorsitzende des Margot Friedländer Preises, würdigte in ihrer Laudatio Guy Katz‘ Mut, Antisemitismus öffentlich entgegenzutreten: „Antisemitismus begegnet uns nicht ausschließlich dort, wo er laut und gewalttätig wird. Er begegnet uns im Alltag, in Schulen und Hochschulen, im Netz, auf der Straße. Und er bleibt nicht abstrakt, sondern trifft Menschen ganz konkret. Sie, lieber Herr Professor Katz, haben daraus eine ebenso konkrete Konsequenz gezogen: Gegen Antisemitismus muss man dort vorgehen, wo er geschieht – und dabei möglichst viele Menschen zum Mitmachen gewinnen.“
Als Enkel von vier Holocaustüberlebenden betonte Guy Katz in seiner Danksagung, er sei überzeugt, die Mehrheit der Menschen sei gut. Das Problem sei, dass die Mehrheit schweige. „Ich glaub, mir geht es wie vielen, vielen, vielleicht den meisten Jüdinnen und Juden in Deutschland. Bis zum 7. Oktober war ich Professor, der zufällig Jude ist und seit dem 7. Oktober bin ich Jude, der zufällig Professor ist.“ Mit seinen Initiativen eröffnet Guy Katz jedem die Möglichkeit, sich sichtbar gegen Antisemitismus einzusetzen.
Projektpreis: „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ Paderborn
Der Margot Friedländer Projektpreis 2026 zeichnet das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ Paderborn aus. Das Projekt nutzt Virtual-Reality-Technologie, um jungen Menschen historische Orte des Nationalsozialismus zugänglich zu machen und die Auseinandersetzung mit der Geschichte zu ermöglichen. Prof. Monika Grütters, stellvertretende Vorsitzende der Margot Friedländer Stiftung, betonte in ihrer Laudatio, dass „Zeit ohne Zeugen“ neue Zugänge zur historischpolitischen Bildung eröffne. Das herausragende pädagogische Konzept vermittle jungen Menschen durch die Auseinandersetzung mit nationalsozialistischen Verbrechen, die Bedeutung von Verantwortung, Menschenwürde und Zivilcourage für die Gegenwart.
Der Margot Friedländer Projektpreis 2026 zeichnet das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ Paderborn aus. Das Projekt nutzt Virtual-Reality-Technologie, um jungen Menschen historische Orte des Nationalsozialismus zugänglich zu machen und die Auseinandersetzung mit der Geschichte zu ermöglichen. Prof. Monika Grütters, stellvertretende Vorsitzende der Margot Friedländer Stiftung, betonte in ihrer Laudatio, dass „Zeit ohne Zeugen“ neue Zugänge zur historischpolitischen Bildung eröffne. Das herausragende pädagogische Konzept vermittle jungen Menschen durch die Auseinandersetzung mit nationalsozialistischen Verbrechen, die Bedeutung von Verantwortung, Menschenwürde und Zivilcourage für die Gegenwart.
Schulpreis: AG Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen
Die AG Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern erhält den Margot Friedländer Schulpreis 2026. Unter der Leitung der Geschichtslehrerin Petra Klawitter engagiert sich die Arbeitsgemeinschaft seit mehr als 25 Jahren für die Erinnerung an den Holocaust, die Prävention von Antisemitismus und die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben. Dr. Nico Raabe, Mitglied des Vorstands der Stiftung, würdigte das langfristige Engagement der Schülerinnen und Schüler für eine lebendige Erinnerungskultur. Ihre Arbeit mache deutlich, dass historisches Lernen nicht bei der Beschäftigung mit der Vergangenheit endet, sondern dazu beitrage, aktiv demokratische Werte im Alltag zu verteidigen.
Die AG Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern erhält den Margot Friedländer Schulpreis 2026. Unter der Leitung der Geschichtslehrerin Petra Klawitter engagiert sich die Arbeitsgemeinschaft seit mehr als 25 Jahren für die Erinnerung an den Holocaust, die Prävention von Antisemitismus und die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben. Dr. Nico Raabe, Mitglied des Vorstands der Stiftung, würdigte das langfristige Engagement der Schülerinnen und Schüler für eine lebendige Erinnerungskultur. Ihre Arbeit mache deutlich, dass historisches Lernen nicht bei der Beschäftigung mit der Vergangenheit endet, sondern dazu beitrage, aktiv demokratische Werte im Alltag zu verteidigen.
Erinnerung als Auftrag für die Gegenwart
Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, forderte in seiner Begrüßung eine Brandmauer gegen rechten, linken und islamistischen Antisemitismus. Die Bildungsprogramme der Margot Friedländer Stiftung zielen darauf, über Antisemitismus aufzuklären und das Vermächtnis der 2025 verstorbenen Holocaust-Überlebenden und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer fortzusetzen.
Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, forderte in seiner Begrüßung eine Brandmauer gegen rechten, linken und islamistischen Antisemitismus. Die Bildungsprogramme der Margot Friedländer Stiftung zielen darauf, über Antisemitismus aufzuklären und das Vermächtnis der 2025 verstorbenen Holocaust-Überlebenden und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer fortzusetzen.
Die Margot Friedländer Stiftung wurde im Sommer 2023 von der Holocaustüberlebenden Dr. h.c. Margot Friedländer ins Leben gerufen. Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Sie setzt das Lebenswerk ihrer Stifterin fort, die sich für Toleranz und Menschlichkeit sowie für Freiheit und Demokratie engagierte. Schirmherr der Stiftung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Der Vorstand der Stiftung, zu dem Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Prof. Monika Grütters, Dr. Mathias Döpfner, Bundespräsident a.D. Dr. h.c. Joachim Gauck und Dr. Nico Raabe gehören, ist ehrenamtlich tätig und wird von einem 17-köpfigen Kuratorium beraten.